Wegweiser Jazz
Preise und Wettbewerbe

in Hessen


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Hessischer Jazzpreis

Der Hessische Jazzpreis wird jährlich vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst vergeben. Er ist mit einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro dotiert. Der Hessische Jazzpreis soll Musikerinnen und Musikern, Ensembles oder dem Jazz verbundenen Persönlichkeiten für ihre musikalischen Leistungen oder für besondere Verdienste um die Entwicklung der hessischen Jazzszene auszeichnen. Über die Vergabe des Hessischen Jazzpreises entscheidet eine unabhängige Jury. Vorschläge sind an das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst zu richten, das sie an die Jurymitglieder weiterreicht. Die Verleihung findet in der Regel beim "Hessischen Jazzpodium" im Rahmen des Preisträgerkonzerts statt.

Der Einreichtermin ist jeweils ca. der 15. Februar des Jahres.

Die bisherigen Preisträger des Hessischen Jazzpreises waren: Detlef Landeck (2008), Uwe Oberg (2007), Jazzinitiative Gießen e.V. (2006), Christoph Lauer (2005), Günter Lenz (2004); Janusz Maria Stefanski (2003); Dr. Wolfram Knauer, Musikwissenschaftler (2002); Ralf-R. Hübner, Schlagzeuger (2001); Prof. Ekkehard Jost, Saxophonist (2000); Alfred Harth, Saxophonist (1998); Werner Wunderlich, Journalist (1997); Jürgen Wuchner, Kontrabassist (1996); Emil Mangelsdorff, Saxophonist (1995); Bob Degen, Pianist und Komponist (1994); Elvira Plenar, Pianistin und Komponistin (1993); Jazzfreunde Fulda (1992); Heinz Sauer, Saxophonist (1991)

Bewerbungen an: Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Referat IV 1 B, Rheinstraße 23-25, 65185 Wiesbaden, Tel. (0611) 32-0, Fax (0611) 32-3550 e-mail: j.mehrfeld@hmwk.hessen.de, Internet: http://www.hmwk.hessen.de [07/2009]


Hessisches Jazzpodium

Das Hessische Jazzpodium ist ein jährlich stattfindendes Festival, das die aktuellen Strömungen des Jazzlebens in Hessen dokumentieren soll. Das Hessische Jazzpodium wird jeweils von einer regionalen Jazz-Initiative ausgerichtet. Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst stellt dafür einen Betrag in Höhe von 7.669 Euro bereit; die Initiative verpflichtet sich, diesen Betrag durch Sponsorengelder bzw. kommunale Mittel zu erhöhen.

Das Jazzpodium dauert in der Regel mindestens drei Tage. Als Festival bietet es abendliche Konzerte, darüber hinaus eventuell auch Matineen, Workshops oder Diskussionsveranstaltungen. Ein fester Programmbestandteil ist die Vergabe des Hessischen Jazzpreises im Rahmen eines Preisträgerkonzerts, für das vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst zusätzliche Mittel bereitgestellt werden.

Die Programmschwerpunkte des Festivals liegen bei musikalischen Darbietungen hessischer Musiker und Bands - wobei Kooperationen mit Musikern anderer Bundesländer oder Nationen natürlich nicht ausgeschlossen sind.

Um die Ausrichtung des Hessischen Jazzpodiums kann sich jede hessische Initiative, die auf eine bestehende Jazzszene zurückgreifen kann, bewerben. Der Bewerbung sollte ein möglicher Programmplan einschließlich eines realistischen Finanzierungsplanes beiliegen.

Über die Vergabe des Hessischen Jazzpodiums entscheidet eine unabhängige Jury.
Einreichtermine für Bewerbungen ist ca. Mitte Februar.

Bewerbungen an: Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Referat K I 3, Rheinstraße 23-25, 65185 Wiesbaden, e-mail: j.mehrfeld@hmwk.hessen.de, Internet: http://www.hmwk.hessen.de [07/2009]


Jugend jazzt Hessen

Der Hessische Landeswettbewerb "Jugend jazzt” wurde 1989 durch Wolfgang Diefenbach, den Bandleader des „Landesjugend Jazzorchesters Hessen“ gegründet und wird in Trägerschaft des Landesmusikrats Hessen e.V. durchgeführt. Der seit 20 Jahren stattfindende Landeswettbewerb findet jeweils im Wechsel der Sparten "Solo-Combo” und "Big Band” statt und wird unregelmäßig durch „Compositions & Band Conceptions“ ergänzt. Wesentliche Bestandteiledieses Projektes fanden Eingang in später entstandene, vergleichbare Veranstaltungen. Einzelne Maßnahmen wie etwa die "Compositions & Band Conceptions“, in denen spartenübergreifend Komponisten, Musiker, angehende Tonmeister und Veranstalter zusammenarbeiten, werden bislang einzig in Hessen durchgeführt. Neben den Wettbewerben steht "Jugend jazzt” auch für unterschiedliche Anschluss-Fördermaßnahmen, etwa Workshops mit international renommierten Dozenten wie Maria Schneider, Walter Norris, Jiggs Whigham, Rob Pronk, Jan Oosthof, Ack van Rooyen, Jeff Clayton, Gunter Hampel, Frank Gratkowski, Matthias Schubert, Dieter Glawischnig, Al Jacobson, Russ Spiegel oder Claudius Valk.

Der 25. Landeswettbewerb Jugend Jazzt wird zusammen mit der Kategorie E Big Bands des 5. Hessischen Orchesterwettbewerbs am 29. Mai 2011 in Schlüchtern durchgeführt. Die Preisträgerbigband (Altersgruppe I) wird zur Bundesbegegnung Jugend jazzt für Jazzorchester mit Skoda Jazzpreis im Jahr 2012 in das Allgäu (Füssen, Kempten, Marktoberdorf) eingeladen. Weitere Fördermaßnahmen, etwa Workshops und Auftritts-Möglichkeiten auf Landesebene in Hessen sind geplant. Preisgelder werden nicht vergeben.

Information:
Jugend jazzt, c/o Landesmusikrat Hessen e.V., Schloss Hallenburg, Gräfin-Anna-Str. 4, 36110 Schlitz, Tel. (06642) 91 13 19, Fax (06642) 91 13 28, e-mail: info@landesmusikrat-hessen.de, Internet: http://www.jugend-jazzt-hessen.de [2/2011]


Arbeitsstipendium Jazz der Stadt Frankfurt

Das Arbeitsstipendium Jazz richtet sich an Musikerinnen und Musiker aus Frankfurt und Umgebung, die sich den verschiedenen stilistischen Formen des Jazz widmen. Mit Hilfe des Stipendiums wird ihnen die Möglichkeit eingeräumt, sich nach ihren persönlichen Vorstellungen weiterzuqualifizieren. Die finanzielle Unterstützung verschafft ein wenig Freiraum, um das handwerkliche Können zu verfeinern und Talent und Fähigkeiten auszubauen. Nicht zuletzt soll das Stipendium dabei helfen, das eigene musikalische Profil, die künstlerische Individualität fortzuentwickeln. Das Stipendium ist mit 5500 Euro dotiert und wird jährlich ausgeschrieben. Über die Vergabe entscheidet eine von der Stadt Frankfurt am Main eingesetzte unabhängige Jury.

Satzung:
   Die Stadt Frankfurt am Main vergibt jährlich das Arbeitsstipendium Jazz. Es ist mit 5.500 Euro dotiert und wird jährlich neu ausgeschrieben. Bewerben können sich Musikerinnen und Musiker aus Frankfurt und Umgebung, die sich erkennbar den verschiedenen stilistischen Formen des Jazz, einschließlich experimenteller Richtungen, zuordnen lassen. Das Arbeitsstipendium Jazz kann für jegliche künstlerische Weiterentwicklung auf diesem Gebiet beantragt werden. Es gibt keine Altersbegrenzung. Es können sich sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen bewerben. Bewerber sollen in der Lage sein, ein Programm von mindestens 30 Minuten live vor Publikum präsentieren zu können. Voraussetzung für eine Bewerbung sind eine musikalische Ausbildung oder Qualifikationen mit Schwerpunkt Jazz und der Nachweis einer entsprechenden Praxis. Eine unabhängige Jury entscheidet aus den eingesandten Beiträgen über die Vergabe des Arbeitsstipendium Jazz. Jury und Veranstalter können unentgeltliches Vorspielen verlangen. Die Entscheidung der Jury ist unanfechtbar, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Nicht bewerben können sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kulturdezernates der Stadt Frankfurt, Jury-Mitglieder und nahe Verwandte beider Gruppen.

Stipendiaten:
1991: Corinna Danzer (Saxophon)
1992: Stefan Lottermann (Posaune)
1993: Christopher Dell (Vibraphon)
1994: Manfred Bründl (Baß)
1995: Heinz-Peter Hofmann (Kontrabaß)
1996: Burkard Kunkel (Baßklarinette)
1997: siehe 1999
1998: siehe 1999
1999: Joachim Lösch (Trompete), Vitold Rek (Kontrabaß), Russ Spiegel (Gitarre)
2000: Sebastian Merk (Schlagzeug)
2001: Ulli Jünemann - Morten Ginnerup European Jazz Project (gesamte Jazzgruppe)
2002: Kontrabaß-Duo "Bassics" - Susanne Peusquens und Michael Bornhak
2003: Martin Lejeune (Gitarre, Komposition)
2004: Frank Spaniol (Saxophon)
2005: Tobias Backhaus (Schlagzeug)
2006: Ulf Kleiner (Piano)
2007: Yelena Jurayeva (Piano)
2008: Contrast Quartet
2009: Modern Jazz Quintet

Kontakt:
Amt für Wissenschaft und Kunst (Ansprechpartner: Irmgard Tennagels), Brückenstraße 3-7, 60594 Frankfurt/Main, Tel. (069) 212-38424, Fax (069) 212-37859, e-mail: arbeitsstipendium.jazz@stadt-frankfurt.de, Internet: http://www.kultur.frankfurt.de [07/2009]


Jazzpreis des Jazzclubs Rheinhessen (2006)

Der Posaunist Chris Perschke ist Gewinner des Wettbewerbs um den Jazzpreis des Jazzclubs Rheinhessen. Der Preis ist mit insgesamt 5 000 Euro dotiert, gesplittet in 3 000 Euro Preisgeld und 2 000 Euro für einen Auftritt beim Festival „Bingen swingt“.

Die Jury anerkennt mit der Preisvergabe die künstlerische Potenz Perschkes als Solist auf der Posaune, als Bandleader von Slide-o-Mania und Big Brass Pack sowie als Arrangeur, Komponist und Pädagoge. Als Solist pflege Perschke einen ausdrucksstarken, expressiven und zugleich lyrischen Ton auf dem Instrument, seine Arrangements zeichneten sich durch die Vielfalt und Raffinesse des Klangfarbenspiels aus. Trotz seiner Verwurzelung im Mainstream überrasche die Musik mit erfrischenden und ungewohnten Sounds. Hervorzuheben sei sein Talent für jazzige Bearbeitungen artfremder Milieus. Zudem zeichne sich das Spiel in Soli wie in Kollektiven durch stets präsenten Swing aus. Der Jazzpreis wird Chris Perschke beim Festival „Bingen swingt“ überreicht, wo der Gewinner mit seiner Formation am Samstag, 24. Juni, 18.30 Uhr, auf der Bühne am Freidhof spielen wird. Seine musikalische Laufbahn startete der 35-Jährige, der im südhessischen Nauheim wohnt, an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt, mit Privatstunden bei Bart van Lier und Jiggs Wigham sowie mit Studien bei Peter Feil und Al Jacobson. Perschke spielte und spielt in der IKS Big Band Rüsselsheim, im hessischen Landesjugendjazzorchester, der hr-Bigband, der Frankfurt Jazz Big Band, in der Mardi Gras Brass Band sowie mit eigenen Gruppen. Als Sideman war er unter anderem in der Band von Maceo Parker sowie in der Vorband von Elton John zu hören. Studiert hatte der Jazzpreisträger eigentlich zunächst Mathematik und Physik für das Lehramt sowie Informatik bevor er 1997 für den Studiengang „Diplom-Musiklehrer für Jazz und Popularmusik“ an die Johannes Gutenberg Universität Mainz wechselte und dort im Sommer 2002 im Fach Posaune abschloss. Tourneen führten ihn unter anderem nach Australien, Hawaii, Indonesien, Vietnam, Singapur, Malaysia sowie Frankreich und Dänemark. Seit 1997 ist Perschke als Arrangeur tätig und schreibt für verschiedene Besetzungen.

Der Jury für den Jazzpreis des Jazzclubs Rheinhessen gehören die Programmgestalter von Bingen swingt, Ute Hangen, des Mainzer Frankfurter Hofes, Ludwig Jantzer, und der Rüsselsheimer Jazzfabrik, Stefan Dudek, der Leiter des Jazz-Instituts Darmstadt, Wolfram Knauer, des Internetmagazins Jazzpages, Frank Schindelbeck, der Journalist Klaus Mümpfer sowie Ludwig Lang vom Jazzclub Rheinhessen an. Der Jazzpreis des Jazzclubs Rheinhessen wird an junge professionelle Musiker im modernen Jazz vergeben.


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